"One Child Nation" beschäftigt sich mit der Ein-Kind-Politik in China, die bis 2015 mit unerbittlicher Härte durchgesetzt wurde. Staatspropaganda und die Androhung harter Strafen haben das chinesische Volk lange in Angst leben lassen.

Im Sommer 1990 ist das zwölfjährige Mohawk-Mädchen Tekahentahkhwa, das von allen nur Beans genannt wird, gezwungen, schnell erwachsen zu werden und während der Oka-Krise, einer 78 Tage andauernden bewaffneten Auseinandersetzung zwischen ihrer Gemeinde und der kanadischen Regierung, ihre eigene innere Kriegerin zu finden. Hin- und hergerissen zwischen unschuldiger Kindheit und rücksichtsloser Jugend kämpft sie darum, ihre eigene Identität inmitten des Chaos, des Aufstands und der Ungerechtigkeit einer Welt aufzubauen, die sie selbst in ihrem eigenen Land als „anders“ ansieht. Wird sie dem Druck einer Gesellschaft erliegen, die sie stürzen will? Oder wird sie sich erheben, um ihre Stärke und Einzigartigkeit des Charakters zu behaupten?

Zehn Jahre nach dem Tod von Rudi und Trud steht ihr jüngster Sohn Karl vor den Trümmern seines Lebens: Er trinkt, hat seinen Job verloren und lebt getrennt von Frau und Kind. Seine schwarzen Dämonen lassen sich bloß mit Alkohol besänftigen. Karl weiß nicht mehr, wer er ist. Wie eine Halluzination taucht plötzlich Yu auf, unfassbar und geheimnisumwoben. Yu erscheint wie eine Andeutung aus einer vergangenen Welt und hebt das Leben von Karl aus den Angeln.